Moderne Mythen: der Memory Effekt bei Akkus

Da wir immer wieder und so oft nach dem so genannten Memory Effekt, hinsichtlich der  Akkuleistung gefragt werden, befassen wir uns heute mal eingehend mit diesem Phänomen bei Hardware, wie beispielsweise Notebooks intelligent laden.

Was ist denn der Memory Effekt?

Wikipedia definiert diesen wie folgt:

“Als Memory-Effekt wird der Kapazitätsverlust bezeichnet, der bei sehr häufiger Teilentladung eines Nickel-Cadmium-Akkus mit gesinterten Elektroden und anderer Akkutypen auftritt. Der Akku scheint sich den Energiebedarf zu merken und mit der Zeit, statt der ursprünglichen, nur die bei den bisherigen Entladevorgängen benötigte Energiemenge zur Verfügung zu stellen. Elektrisch äußert sich der Effekt in einem frühen Spannungsabfall. Dies bedeutet eine Verringerung der nutzbaren Kapazität des Akkumulators, da Verbraucher eine Mindestspannung benötigen. Sinkt die Zellenspannung unter diesen Mindestbedarf ab, wird die Zelle für die Nutzung unbrauchbar, obwohl sie noch weiterhin elektrische Energie liefern kann. […]”

Woher kommt der Mythos?

Einige können sich vielleicht noch an die tollen Momente mit Batterien/Akkumulatoren (kurz Akku) erinnern, die die jüngere Generationen vermutlich kaum noch oder gar nicht mehr erleben durften…

Man hört seinen Lieblingssong auf Kassette und dieser wird immer langsamer und die Stimme des Künstlers immer tieeeeefer….oder wie wir so schön sagten: Akku leeeeeeer…
Für die “Spielkinder” – das ist der Moment, wo das Display des Gameboys immer blasser wurde, bis alle Linien entschwanden. 😉

Es gab aber damals schon diese tollen Akkus mit Ladegerät, die wurden fix in wenigen Stunden geladen, schön in einem kleinen Case verstaut und erwartungsvoll gewechselt. Haben diese aber schon einige Zyklen auf verschiedenen Energie-Niveaus und ohne vorheriges Entladen durchlebt, hielt die Freude irgendwann nicht mehr so lange an. Von den 100% Akku waren also auch nach erneuter Ladung nur noch wenig Saft geblieben.

Vorteile des Lithium-Ionen Akkus

Im Zeitalter des Lithium-Ionen Akkus ist das nicht mehr der Fall. Denn dieser ist nicht nur leichter, sondern verfügt auch über eine höhere Leistungsfähigkeit. Der Memory-Effekt ist nun Schnee von vorgestern und entladen muss man auch nichts mehr.

Das einzige, was nach wie vor ein generelles Problem darstellt, ist das Altern. Somit sind entsprechende Akkus nach einigen hundert beziehungsweise tausend Ladezyklen eh irgenwann leistungsvermindert oder die Akkus, müssten für mehr oder weniger Geld getauscht werden.

Wie eingangs schon angedeutet, laden die Geräte ja heutzutage den Akku intelligent auf, das heißt, auch wenn der Akku zu 100% geladen ist, wird dieser nicht immer weiter geladen. Das ist auch daran zu merken, dass die Leistung nach einer Weile durchaus wieder unter 100% sinkt. Wird ein gewisser Wert unterschritten, lädt das Gerät erneut.

Übrigens beträgt die Lebensdauer im Schnitt meist 2 bis 3 Jahre und dann kann man je nach Gerät und nach Stand der Technologie immer noch entscheiden, ob man einen Akku nachbestellt oder sich doch vielleicht für ein neues gebrauchtes Gerät entscheidet. 😉

Eure Susann vom preiswertePC.de – Team

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